2003 – Besuch in Hartford City, IN

Charles Walker und Emil Kemmler am Pferdetransporter
Charles Walker und Emil Kemmler am Pferdetransporter

In Erinnerung an meinen geliebten Vater, der gestern 82 Jahre alt geworden wäre

Besuch bei den Bauers in Montpelier, OH

Im Anschluß an unseren Aufenthalt in den kanadischen Rockies hatten wir einen Besuch bei den Walker’s in Hartford City, Indiana geplant. Von Toronto ging es am 20.9.2003 nach Indianapolis, wo uns Brenda und John Kearns vom Flughafen abholten. Auf dem Weg nach Hause machte John noch Halt an der berühmten Rennstrecke von Indianapolis wo wir zu Fuß die Ziellinie überqueren konnten.

Als nächste Station stand Montpelier in Williams Co., Ohio auf dem Programm. Dort trafen wir uns mit unseren Bauer-Verwandten. Joy Ellen Bauer ist eine Cousine 5. Grades meines Vaters. Sie, ihr Mann, Wayne Bulla, Tochter Cathy, Enkelin Kayce und ihre Mutter Juna (Hasford) Bauer begrüßten uns in ihrem Haus.  Juna ist die Schwiegertochter des Auswanderers, Friedrich Bauer aus Immenhausen. Ein Besuch auf dem Riverside Friedhof führte uns zu den Gräbern von Friedrich und seinen  Brüdern Jacob und Johann Ulrich Bauer. Mit einem gemeinsamen Mittagessen in Bryan, endete der Besuch in Ohio und es ging zurück nach Muncie, wo John und Brenda wohnen.

Empfang im Hause Walker

Am Sonntag besuchten wir gemeinsam den Gottesdienst in der Evangelischen Kirche in Hartford City. Unser Besuch wurde sogar in der Kirchenzeitung angekündigt und der Pfarrer hieß uns ebenfalls im Gottesdienst willkommen. Besonders zu erwähnen ist,  dass die “Kirchenverfassung” der Evangelischen Kirche in Hartford City vom 3.6.1877 in Deutsch verfasst wurde.

Am Nachmittag war großer Empfang bei der Walker Familie in Hartford City. Charles und Betty Walker hatten Freunde und Verwandte zu einem Open Haus bei ihrem Sohn, Fred Walker eingeladen. Eine Freundin des Hauses, die aus Deutschland stammt, unterstützte mich bei der Übersetztung und vereinfachte so die Unterhaltungen. Mit von der Partie waren selbstverständlich auch die Nachkommen von Jaob Walker. Gena Schantz und ihre Familie ließen es sich nehmen, aus Davenport in Iowa anzureisen. Die meisten Nachkommen von Jacob Walker wohnen ebenfalls in der Umgebung von Hartford City. Von Gena Schantz stammt der Bericht über die Scheunen in der Gegend von Hartford City.

Einblicke in das Farmleben

Der nächste Tag war für die  Besichtigung der Umgebung von Hartford City vorgesehen. Zuerst statteten wir jedoch Peggy Barnes, der Enkelin von Jacob Walker, einen Besuch im Altenheim ab. Sie konnte uns noch die eine oder andere Anekdote von ihrem Großvater erzählen.

Angesichts des großen Interesses meines Vaters an der Art der Bewirtschaftung des Betriebes der Walkers machten wir auch einen Abstecher auf die Felder, wo gerade Mais geerntet wurde. Mein Vater strahlte über das ganze Gesicht, als er auf dem riesigen Mähdrescher mitfahren durfte. Zwei Ladungen des Mähdreschers passen in den großen LKW, der das Getreide gleich in den Getreidespeicher nach Montpellier bringt. Von dort wird der Mais dann mit dem Zug zur weiteren Verarbeitung ab transportiert. Charles hat es dann sogar ermöglicht, dass wir den Getreidespeicher in Montpellier zumindest von außen aus der Nähe besichtigen konnten. Die Ausmaße der Silos sind einfach gigantisch.

Besuch einer Landwirtschaftsausstellung in Illinois

Für den 3. Tag war ein getrenntes Programm geplant. Die Damen fuhren nach Shipshewana, um in einem Amish Dorf zu Mittag zu essen und zu sehen, wie diese Leute heute noch leben, wie unsere Vorfahren. Wir Männer, machten uns auf zu einer Landwirtschaftsausstellung in Henning (Danville) im Staate  Illinois. Anders als bei uns finden diese Ausstellungen auf dem freien Feld statt und man kann die Maschinen nicht nur geparkt sehen, sondern in Action. Es ist ein unglaublicher Anblick von 3 riesige Mähdräscher mit etwas Versatz durch ein Maisfeld pflügen und den Mais abernten. Die Maschinengröße ist einfach gigantisch. Bei den Schleppern ist ein MB-Track von Mecedes ein Kinderspielzeug dagegen.

Mein Vater war in seinem Element. Alles wurde genau untersucht und immer wieder waren wir beeindruckt von diesen Dimensionen. Wenn man die riesigen Felder anschaut, versteht man das schon, trotzdem kommt man aus dem Staunen nicht heraus.

Rückflug nach München

Am nächsten Tag hieß es leider Abschied nehmen und wir flogen von Indianapolis über Toronto zurück nach München. Ein unvergeßlicher Urlaub war zu Ende.

Bildergalerie

Nachfolgend habe ich ein paar Bilder ausgewählt, die während dieses Besuches gemacht wurden. Wenn Sie auf Bild klicken, wird es entsprechend vergrößert dargestellt.

 

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