Besuch von Wesley, Mary, Richard und Kay Riehle auf den Härten

Mary, Wesley, Siefried, Richard, Kay und Ursula Riehle

Am Freitag, den 29.9.2017 war es soweit. Die Enkel des Auswanderers Johann Georg Riehle aus Mähringen, Wesley und Richard Riehle kamen mit Ihren Ehefrauen, Mary und Kay auf die Härten zu Besuch.

Mary und Richard Riehle

Der Besuch begann mit einem  Empfang im Rathaus von Kusterdingen, wo sie von Dr. Jürgen Soltau begrüßt wurden. Mit dabei Hans Kern und Manuel Mozer vom Geschichtsverein Härten sowie eine Reporterin vom Reutlinger Generalanzeiger, der bereits im Vorfeld freundlicherweise über den Besuch berichtet hatte. Nach einem intensiven Austausch von Informationen und dem Eintrag in das “Goldene Buch” verabschiedeten wir uns von Herr Dr. Soltau und fuhren weiter in den Klosterhof.

Dort wartete bereits Manfred Wandel auf uns, der uns sehr informativ durch die Räume des Klosterhofes führte. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die familiären Verbindungen zwischen dem früheren Inhaber des Klosterhofes, Georg Friedrich Riehle und seiner Frau Friederike Katherina Wandel und den Besuchern geklärt. Das Ehepaar war bereits 1832 mit der ganzen Familie in die USA ausgewandert.

Manuel Mozer, Hans Kern, Kay, Richard, Mary und Wesley Riehle im Jettenburger Höfle

Nach einem gemeinsamen Mittagessen Im Höfle in Kusterdingen ging es weiter in das Jettenburger Höfle, dem Bauernmuseum der Familie Bader. Hans Kern führte uns mit detaillierten Informationen durch das tolle Museum. Die Gäste waren sehr beeindruckt von der Aufbereitung und der liebevollen Präsentation der Ausstellungsstücke. Bei einer kleinen Pause im Garten konnten wir sogar noch Jettenburger Most probieren.

Danach haben wir unseren Besuchern eine kleine Auszeit gegönnt, damit sie ihr Hotel beziehen und die ersten Eindrücke verarbeiten konnten. Der erste Tag wurde mit einem Abendessen im Hause Kemmler abgeschlossen.

Richard, Kay Riehle, Ludwig Kemmler, Mary und Wesley Riehle vor der Kirche in Mähringen

Am Samstag hatten wir uns dann um 10:30 Uhr vor der Kirche in Mährigen verabredet. Mein alter Schulfreund, Ludwig Kemmler, erklärte uns die Besonderheiten der Mähringer Stephanskirche. Dabei haben wir es so eingerichtet, dass wir beim 11.00 Uhr Läuten auf dem Glockenturm waren und so die Glocken aus nächster Nähe in Aktion sehen konnten. Nach den Glocken sorgte Ludwig’s Frau, Inge, für ein weiteres Highlight. Sie spielte virtuos mehrere Stücke auf der Orgel. Die Gäste waren begeistert, gleich ein Konzert inklusive zu bekommen. Nach der Kirche waren wir zu einem Imbiss bei Ludwig und Inge eingeladen. Die vorbereiteten Kuchen kamen so gut an, dass  gleich die Rezepte ausgetauscht wurden.

Getreidesack von Johann Georg und Johann Adam Riehle

Gegen 14:00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg in die Burgstraße, wo Siegfried und Ursula Riehle auf uns warteten. Sie hatten uns bereits im Vorfeld angeboten, das Haus zu zeigen in dem Johann Georg Riehle, seinerzeit mit seiner Familie gewohnt hatte. Da Sigi’s Vater einiges gesammelt hatte, war die Euphorie groß, als unter anderem die bedruckten Getreidesäcke an der Wand hingen. Sofort wurde gerätselt, welcher Sack wohl von welchem Vorfahren stammt. Bei der Namensgleichheit keine einfache Aufgabe.

In der Scheuer konnten wir die Mostpresse und den Keller besichtigen, dabei sind wir auf eine weitere Ladung Säcke gestoßen. Siegfried bot seinen Verwandten spontan an, dass sich jeder von Ihnen einen Sack aussuchen dürfe. Das Strahlen im Gesicht unserer Gäste war nicht zu Übersehen.  Ich bin mir sicher, diese Souvenirs werden einen Ehrenplatz in Amerika bekommen. Ursula hatte ihren  “Nachbarn”, Walter Riehle, einige Tage zuvor getroffen und Walter brachte dann einige Liegenschaftskarten mit, die zwischen 1887 und 1907 erstellt wurden und die damalige Ansiedlung sehr gut darstellen. Im Anschluß gabe es noch Kaffee und Kuchen auf der Terrasse von Siegfried und Ursula.

Für 20:00 Uhr war dann das Riehle Familientreffen inklusive meiner Präsenation “Die Auswanderung von den Härten” geplant und wir waren sehr gespannt, wieviele Verwandte sich einfinden würden. Ich muss ehrlich sagen, meine Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen. Von jedem der Geschwister, die nicht ausgewandert waren, waren Nachkommen anwesend und der Nebenraum des Waldhorns war wirklich auf den letzten Platz gefüllt. An dieser Stelle nochmals meinen herzlichen Dank an die Verwandten, dass sie alle gekommen sind, Sie haben damit für unsere Gäste einen besonderen Abend ermöglicht.

Familienfoto der Familie von Johann Georg und Maria Agnes Riehle – 1898
v.l. hinten: Johann Adam, Anna Maria (Knapp), Johann Georg, Anna Margarethe (Entrican)
v.l. vorne: Regina (Kern), Johann Georg, Johann Friedrich, Maria Agnes (Fauser), Maria Agnes geb. Riehle, Eva (Kuttler), Anna Magdalena (+1908)

Das Rätsel um die fehlende Tochter ist gelöst. In der Hektik des Abends habe ich das Todesdatum von Anna Magdalena nicht richtig gelesen. Nach einer erneuten Überprüfung des Kirchenregister haben wir festgestellt, dass Anna Magdalena 1908 gestorben ist und damit natürlich auf dem Photo ist. Das einzige Kind, dass auf diesem Bild nicht abgebildet, ist Pauline Riehle, die erst 1901 geboren wird. Nun wird auf dem Bild die richtige Reihenfolge der Mädchen in der ersten Reihe wiedergegeben.

Am Sonntag Morgen besuchten unsere Gäste den Erntedankgottesdienst in Mähringen. Im Anschluss daran erfolgte noch ein Besuch der Burg Hohenzollern.

Am Montag heißt es dann wieder Abschied nehmen und die Gäste werden ihre Deutschlandreise mit einem Abstecher nach Österreich fortsetzen. Wenn Sie mit Wesley und seiner Familie in Kontakt tretten wollen, dann benutzen Sie bitte das Kontaktformular.

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Mitstreiter, die mitgeholfen haben, diesen Besuch in der Heimat ihrer Vorfahren für unsere Gäste, zu einem einmaligen Erlebnis werden zu lassen.

Die Präsentation die “Auswanderung von den Härten” steht zum Herunterladen zur  Verfügung.

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