Karl und Helene Bader eröffnen Ihre “Historische Sammlung” im Höfle in Jettenburg

Das Areal besteht aus einem komplett für die Sammlung renovierten Bauernhaus mit dazugehörigem Stall und Scheune sowie aus einem großen Freigelände mit Remise, Backhaus und Gänse- sowie Hühnerhaus. Gemütliche Sitzgelegenheiten im Backhaus, im Außenbereich und in der Scheune sowie moderne sanitäre Anlagen bieten bei Führungen den entsprechenden Komfort.

Das Bauernhaus, Baujahr 1892, wurde von uns so eingerichtet, dass die Erinnerung an den Alltag von anno dazumal erhalten bleibt. Die “Gute Stube”, Schlafkammern und Küche sind komplett mit allen Details ausgestattet. Im Erdgeschoss befindet sich – so wie früher üblich – der Stall. In der Scheune werden eine Vielzahl landwirtschaftlicher Geräte und stattlicher Holztruhen aufbewahrt.

Ihr besonders lebhaftes Ambiente erhalten alle Bereiche zudem durch eine besondere Idee von uns: mit Schaufensterpuppen und Tierfiguren in Originalgröße haben wir viele historische Szenen lebensnah rekonstruiert. So begegnet der Besucher zum Beispiel dem Bauern und zwei großen Kühen im Stall, den Mädchen in der Schlafkammer und dem Paar in der Stube.

Helene Bader bei der Eröffnung des Museums

Eines der Herzstücke unserer großen Sammlung ist die Trachtenausstellung. Mehr als 30 lebensgroße Puppen präsentieren die Alltags- und Festtagstrachten der Härtengemeinden. In beleuchteten Schaukästen sind die perlenbestückten Accessoires und andere filigrane Erinnerungsstücke zu sehen, die für so manche Frau in der einst schweren und armen Zeit sehr kostbar waren. Meine Frau Helene hat all das mit liebevoller Sorgfalt aufbewahrt.

Eine Besonderheit in der Sammlung ist auch das “Winter-Zimmer”. Der Betrachter sieht eine Szene aus den langen Winterabenden auf den Härten. Ein Vater repariert kaputtes Holzspielzeug und defekte Erntegeräte, an der Wand lehnen hölzerne Skier.

Im Außenbereich unseres Museumsgeländes gackern Hühner und Gänse zwischen der von mir bestens gepflegten Sammlung historischer Dreschmaschinen, Leiterwagen und Pressen. Dazwischen steht ein »Leutschinder«, ein einachsiges Fahrzeug, das von einem Menschen gezogen wurde – allein der Anblick macht dem grausligen Namen alle Ehre.

Nach telefonischer Anmeldung sind Besichtigungen und Führungen möglich. Jedes Jahr findet hier auch das Höflefest des Geschichtsvereins Härten e.V. statt. Nach dem Tod von Karl und Helene Bader kümmert sich der Geschichtsverein Härten zusammen mit Mathias Bader um den Erhalt der Sammlung.

  • Ofen
    Ofen
    Ein typischer Ofen, der mit Ringen für unterschiedliche Topf- und Pfannengrößen angepasst werden konnte.
  • Getreidesäcke
    Getreidesäcke
    Die Getreidesäcke tragen den Namen und meisten aus den Beruf seines Besitzers.
  • Brotkörbe
    Brotkörbe
    Mit diesen Brotkörben wurde der Teig zum Gemeindebackhaus oder später zur Bäckerei zum Backen gebracht.

 

  • Wankheimer Sonntagstracht
    Wankheimer Sonntagstracht
    Diese Tracht wird nur am Sonntag als Festtagstracht getragen. Die Wankheimer Tracht ähnelt der Betzinger Tracht.
  • Hochzeitstracht
    Hochzeitstracht
    Für die Hochzeit wurde eine spezielle Tracht getragen - nur für diesen Tag.
  • Bauerngruppe
    Bauerngruppe
    Diese Gruppe einer bäuerlichen Szene zeigt die Personen in täglicher Tracht und entsprechendem Equipment