Rüdiger Kemmler's Genealogie Webseite

Ergebnisse meines USA-Projekts

Allgemeine Entwicklung

Vor ca. zwei Jahren habe ich damit begonnen, die in die USA abgewanderten Auswanderer von den Härten zu suchen und ihre Familien zu dokumentieren. Neben den üblichen Suchen in https://www.ancestry.de erwiesen sich die Zeitungsartikel in https://newspapers.com, sowie die Beerdigungsorte auf https://www.findagrave.com als sehr ergiebig und hilfreich. Abgerundet wurde die Suche durch den Einsatz von https://archives.com, das diverse Quellen benutzt und ebenfalls sehr hilfreiche Informationen liefern kann. Einige der Algorithmen, die das System benutzt, habe ich zwar nicht durchschaut und festgestellt, dass die Überprüfung dieser Daten angeraten ist, aber als Erstinformation über die Familienzugehörigkeit war diese Anwendung doch sehr hilfreich.

Außerdem konnte ich den Stammbaum meiner Frau deutlich erweitern, nachdem die katholischen Kirchenbücher ebenfalls online verfügbar sind.

Gesamt-Datensätze zum Stand Juni 2024

Auswanderung insgesamt und Auswanderung von den Härten

Die Zahl der erfassten Auswanderer ist inzwischen auf 3.295 Personen angewachsen. Davon sind 2.778 (84,31%) in die USA ausgewandert. Von 1.707 (61.45%) ist der Sterbeort und von 1.465 (44,52%) ist der Friedhof bekannt, auf dem sie beerdigt wurden.

Eine Übersicht über alle ausgewanderten Personen finden Sie hier: http://sites.rootsmagic.com/my-emigrants/index.php

Durch die Suche nach den bekannten Auswanderern von den Härten bestehend aus den Gemeinden Immenhausen, Jettenburg, Kusterdingen, Mähringen und Wankheim wurden weitere Personen entdeckt, deren Auswanderung nicht im Buch von Dr. Schmid verzeichnet sind und bei denen in den Familienregistern nur die Geburt und Taufe vermerkt sind, aber keine Hinweise auf ihren Verbleib enthalten sind. Die Zahl der erfassten Härten-Auswanderer ist auf 1.089 angewachsen. Von diesen Personen ist bei 593 (54,45%) der Sterbeort bekannt und bei 365 (33,52%) der Friedhof bekannt. Es gibt also immer noch eine Menge zu tun!

Besonders schwer zu finden sind erwartungsgemäß die Frauen, weil diese durch Heirat ihren Namen wechseln. Wenn sie dann nicht in den Todesanzeigen der Geschwister erwähnt werden, ist es Zufall, sie entsprechend aufzuspüren. Abweichende Schreibweisen des Namens machen die Suche hier nicht einfacher. Einige Familien bleiben jedoch spurlos verschwunden. Bei einer Vielzahl von Familien konnten – auch durch Kontakt mit direkten Nachfahren – die Nachkommen fast lückenlos dokumentiert werden.

Die meisten der Auswanderer haben sich in den Staaten Ohio (185), Michigan (59), Indiana (46), Pennsylvania (38), Iowa (33) und New York (30) niedergelassen. Auf County Ebene ergeben sich folgende Schwerpunkte:

Auswanderungsdatensätze zum Stand Juni 2026

Die blaue Linie zeigt die Entwicklung der Auswanderungszahlen insgesamt und die braune Linie die Zahl der bekannten Sterbeorte.

Die graue Linie zeigt die Anzahl der Auswanderer von den Härten und die gelbe Linie deren Anteil mit bekanntem Sterbeort.

Kemmler-Auswanderer

Ausgangspunkt für die Suche waren natürlich die bekannten Kemmler-Auswanderer von den Härten und aus den Landkreisen Tübingen und Reutlingen. Als sehr hilfreich erwies sich jedoch auch die vor einigen Jahren durchgeführte Erfassung der ganzen Kemmler-Linien in Hessen in der Umgebung von Burghaun und Rothenkirchen sowie den umliegenden Gemeinden. So konnte bei einigen Auswanderern sehr einfach die Verbindung mit Deutschland hergestellt werden. In Hessen gibt es keine Familienregister, in denen diese Auswanderungen hätten vermerkt werden können, sondern nur die Tauf-, Heirats- und Sterberegister und dort wurde diese Tatsache normalerweise nicht vermerkt. Die offiziell in den Hessischen Staatsarchiven vermerkten Auswanderer entsprechen nur einem kleinen Bruchteil der tatsächlichen Anzahl ausgewanderten Personen.

Aktuell sind 6.136 Personen erfasst, die mit dem Namen Kemmler und den diversen anderen Schreibweisen (Kemler, Kimler, Kämmler, Kaemmler) geboren wurden. Davon sind 3.570 (58%) in Deutschland und 1.491 (24%) in den USA geboren. Von den 746 mit unbekanntem Geburtsort erfassten Personen dürften die meisten in den USA geboren sein. Die verbleibenden stammen überwiegend aus ost-europäischen Ländern.

In Deutschland stammen 2.481 Personen aus Baden-Württemberg und 931 aus Hessen und 52 aus Nord-Rhein-Westfalen. Auf Stadtebene führen Rothenkirchen, Hessen (417) knapp vor Wankheim (415), Gönningen (375) und Ohmenhausen (187).

Von den 1.494 in den USA geborenen Personen wurden 357 in Pennsylvania, 271 in Illinois und 103 in New York geboren. Die meisten Kemmler wurden in McLean County, IL (80), Allegheny County, PA (53) und Luzerne County, PA (45) geboren. Auf Stadtebene führen Pittsburgh, PA (40), Lancaster, PA (32), New York, NY (29) und Le Roy, IL (29) die Hitliste an.

Die Karte mit den Orten in denen der Name Kemmler mit seinen Derivaten vorkommt wird regelmäßig aktualisiert und kann unter  ArcGIS Online mit dem folgenden Link: https://arcg.is/0PS4eq aufgerufen werden.

202406 Kemmler Datensätze

Kemmler in den USA

Neben vielen bekannten Auswanderern waren auch einige Überraschungen dabei, die weitere Nachforschungen im Osten Deutschlands und in Osteuropa erforderlich machen werden. Darunter sind auch jüdische Auswanderer aus Lettland, Russland und der Ukraine, deren Geschichte noch erforscht werden muss.

Von den 324 verzeichneten Kemmler-Auswanderungen sind 256 nach USA ausgewandert; weitere Länder sind Rumänien (18) und die Schweiz (14).

Für 37 der in den USA gefundenen Personen fehlen im Moment noch die Angaben zu den Eltern, die mit anderen Datenquellen weiter erforscht werden müssen.

Die meisten Auswanderer kommen aus Wankheim (24), Ohmenhausen (20), Betzingen (18) und Gönningen (18).

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